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SV Sachsenkam e.V.

Da die Chronisten des SV Sachsenkam seit jeher fleißige Schreiber waren und das rege Vereinsleben für nachfolgende Generationen zu Papier brachten, wird es noch einige Zeit dauern bis die gesamte Chronik in digitalisierter Form vorliegt.

Für den Internetauftritt des Sportvereins wurde eine Kurzfassung mit den wichtigsten Eckdaten verfasst. Fehlerhafte Eintragungen bitte der Vorstandschaft melden. Wegen der Vielzahl der Erfolge wird in der Sparte Judo eine eigene Chronik geführt, nur die herausragenden Ergebnisse sind auch in der Vereins-Chronik aufgeführt.

Bis die gesamte Chronik vollständig hier erscheint kann das Original jederzeit bei Konrad Pfatrisch jun. eingesehen werden.

Vorwort

Schon von je her war die Bevölkerung von Sachsenkam jeglicher Art von sportlicher Betätigung zugetan. Dies geschah über viele Jahre im allgemeinen in einem freien, nicht organisierten Rahmen bis man sich schließlich auf die Initiative von Oskar Wacker hin dazu durchringen konnte, einen örtlichen Sportverein zu gründen.

Am 19. Mai 1966 trafen sich 57 sportinteressierte Personen im Gasthof Neuwirt zu Sachsenkam zur Gründungsversammlung des SV Sachsenkam.
Vor allem Oskar Wacker war es zu verdanken, dass die lang gehegte Idee, in Sachsenkam einen Sportverein zu gründen, dann auch tatsächlich in die Tat umgesetzt wurde. Erwartungsgemäß wählte die Versammlung dann auch Herrn Wacker zum Gründungsvorstand.

Die gesamte Gründungsvorstandschaft von 1966 setzte sich wie folgt zusammen:

1. Vorstand Oskar Wacker
2. Vorstand Ferdinand Kröll jun.
Schriftführer Horst Lachner
Kassier Martin Lachner
Spartenleiter Fußball Hans Söllner
Jugendleiter Anton Oswald

Die ersten Finanzmittel, die in die Vereinskasse flossen, waren 164 DM Aufnahmegebühren und 265 DM Spenden. Mit einem Kassenstand von 429 DM begann so der erfolgreiche Aufstieg des SPORTVEREIN SACHSENKAM.

Am 25. Mai 1967 feierte der Verein sein 1-jähriges Gründungsfest mit einem Tanzabend auf der Moar Alm. Die erfreuliche Aufwärtsentwicklung des Sachsenkamer Vereinsneulings wurde nun auch von Seiten der Presse immer häufiger ein lebhaftes Interesse entgegengebracht.

Im Oktober 1967 verstarb zur großen Erschütterung aller Vereinsmitglieder der 1. Vorstand Oskar Wacker. Herr Wacker ist die Gründung des Vereins im wesentlichen zu verdanken. Bis zu seinem Tode war Herr Wacker unermüdlich für den Verein tätig gewesen. Mit großen zeitlichen und finanziellen Opfern war er maßgeblich an der stürmischen Aufwärtsentwicklung des Vereins in dieser Zeit beteiligt.

Am 14. November 1967 rief man eine außerordentliche Mitgliederversammlung zusammen, auf der Max Surauer als Nachfolger für den verstorbenen Oskar Wacker zum 1. Vorstand gewählt wurde.

Die neue Vereinsvorstandschaft, die bis 1970 unverändert die Geschicke des Vereins leiten sollte, setzte sich folgendermaßen zusammen:

1. Vorstand Max Surauer
2. Vorstand Ferdinand Kröll jun.
Schriftführer Erwin Brehm
Kassier Ronald Fürstweger
Spartenleiter Fußball Hans Söllner
Jugendleiter Anton Oswald
Schülerleiter Adolf Förg

Bei dieser Versammlung wurde die Witwe von Oskar Wacker, Frau Eleonore Wacker, zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Die Weihnachtsfeier ließ das Jahr der Freuden und der Trauer zu aller Zufriedenheit ausklingen. Der Mitgliederstand zum Jahreswechsel betrug 104 Mitglieder.

1967 wurde das erste Meisterschaftsspiel ausgetragen. Gegen Fischbachau verlor man mit 1:3. Um so gefeierter war der erste Sieg am 3. September 1967 beim 5:2 gegen den Lokalrivalen Schaftlach. Trainer war Joseph Pöss.

In diesem Jahr wollte der SV Sachsenkam in Verbindung mit dem Motorsportklub Bad Tölz erstmals eine größere Sportveranstaltung organisieren. Nach einigen Verschiebungen war es am 04. Februar 1968 dann endlich soweit. Das Eis - Rennen auf dem Kirchsee konnte starten.

Der Tölzer Lokalmatador Peter Knott gewann den Pokal der Gemeinde Sachsenkam, in den restlichen Rennen wurde Knott zweimal Zweiter. Zum sportlichen Erfolg gesellte sich leider kein finanzieller Gewinn. Bedingt durch die vielen Verschiebungen der Veranstaltung waren nur ca. 800 Zuschauer erschienen. So endete das Unternehmen "Kirchsee - Rennen" das eigentlich dem SV ein finanzielles Polster hätte einbringen sollen, mit einem Defizit von rund 1.500 DM.

Der aktuelle Mitgliederstand bei der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 1968 belief sich auf 149 Personen.

Im Februar findet der 3. Riesentorlauf des SV in Gaißach am Reiser-Lift statt, den Andreas März für sich entscheiden kann. Der Mitgliederstand beträgt bis zum 10. April 1969 bereits 159 Personen.

Den ersten aus einer ganzen Reihe von Siegerpokalen errangen die Fußballer der ersten Mannschaft ganz überraschend bei einem Turnier in Ammerland. Nach Siegen über den TSV Schaftlach und die Mannschaft aus Egling blieb den restlichen Konkurrenten nur noch das Nachsehen.

Ansonsten war es eher ein ruhiges Jahr, aufgelockert durch den Sportlerball im Fasching und das turnusgemäß durchgeführte Seefest am Kirchsee. Wie jedes Jahr bildete die Weihnachtsfeier den krönenden Abschluss des Jahres.

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung standen die Wahlen der Vorstandschaft im Mittelpunkt. Die neue Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:

1. Vorstand Hans Sturm
2. Vorstand Adolf Förg
Schriftführer Alfred Pfisterer
Kassier Paul Wiedemann
Spartenleiter Fußball Johann Schneil
Schülerleiter Adolf Förg
Spartenleiter Ski Andreas März

Der aktuelle Mitgliederstand betrug bei der Jahreshauptversammlung am 11. März 1971 134 zahlende Mitglieder.
Das Seefest war für den Verein und ganz besonders für die Vereinskasse ein großer Erfolg, der gerade im Bezug auf den anstehenden Bau des geplanten Sportheims und der Fertigstellung des neuen Sportplatzes an der Kirchstraße ungeheuer wichtig war.

Die Jahreshauptversammlung am 15. April 1972 brachte einen neuen Mitgliederstand von 153 Personen. Laut Wahlprotokoll sah das Ergebnis der Neuwahlen wie folgt aus:

1. Vorstand Adolf Förg
2. Vorstand Helmut Rührmair
Schriftführer Josef Arlet
Kassier Paul Wiedemann
Spartenleiter Fußball Johann Schneil
Jugendleiter Erich Frank
Schülerleiter Josef Kollnberger
Spartenleiter Ski Andreas März

Lange schon hatte man im Stillen von der Errichtung eines Sportheims geträumt, um den vielen verschiedenen sportlichen Aktivitäten auch ein Dach über dem Kopf zu bieten. Man ging also festentschlossen zur Planung einer solchen Baulichkeit über. Die ersten Pläne wurden von Herrn Dipl. Ing. Erwin Kraft erstellt. Die zugehörigen statischen Berechnungen wurden von Herrn Reg. – Baumeister Kaspar Oberhuber angefertigt. So konnte der erste Plan bereits am 20. Juli 1972 fertiggestellt werden.

Bei einem Blitz – Pokalturnier in Warngau belegte die erste Mannschaft aus Sachsenkam ungeschlagen den ersten Platz! Bei diesem Turnier traten auch „Pflanzl“ Dieckmann und Aldo Iachellini als Torschützen in Erscheinung, die dem SV lange Jahre in Sportfreundschaft verbunden waren.

In diesem Jahr betrug der Mitgliederstand 176 Personen. Wichtigster Punkt der Jahreshauptversammlung war eine Satzungsänderung, die es ermöglichen sollte, den Verein in das Vereinsregister eintragen lassen zu können.

Am 7. Mai 1973 erfolgte die endgültige Genehmigung der Baupläne für das neue Sportheim an der Kirchstraße. Im September konnte mit den Baumaßnahmen begonnen werden.

In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 20. Oktober wurde der Eintrag ins Vereinsregister mit 89 Ja-Stimmen einstimmig beschlossen.

Am 4. Januar 1974 konnte nach nur knapp viermonatiger Bauzeit das Richtfest des Sportheim – Neubaus gefeiert werden.

Erst im 7. Riesentorlauf des SVS konnte mit Trude Wiedemann die „erste“ Vereinsmeisterin gefeiert werden. Bei den Herren gewann Helmut Frank dieses Rennen am Reiserlift.

Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft in diesem Jahr kam es zu folgendem Ergebnis:

1. Vorstand Adolf Förg
2. Vorstand Helmut Rührmair
Schriftführer Josef Arlet
Kassier Paul Wiedemann
Spartenleiter Fußball Johann Schneil
Jugendleiter Anton Oswald
Schülerleiter Josef Kollnberger
Spartenleiter Ski Andreas März

In diesem Jahr erfolgte die Gründung der Sparte Tischtennis. Zu Beginn war man noch auf private Räumlichkeiten angewiesen wie das Lettner Anwesen in Sachsenkam und den Saal der ehemaligen Gastwirtschaft Arche in Piesenkam. Dies war als Übergang bis zur Fertigstellung des neuen Sportheims gedacht. Zum Spartenleiter dieser neuen Disziplin wurde Alfred Pfisterer bestimmt.