Chronik
Einleitung
Da die Chronisten des SV Sachsenkam seit jeher fleißige Schreiber waren und das rege Vereinsleben für nachfolgende Generationen zu Papier brachten, wird es noch einige Zeit dauern bis die gesamte Chronik in digitalisierter Form vorliegt.
Für den Internetauftritt des Sportvereins wurde eine Kurzfassung mit den wichtigsten Eckdaten verfasst. Fehlerhafte Eintragungen bitte der Vorstandschaft melden. Wegen der Vielzahl der Erfolge wird in der Sparte Judo eine eigene Chronik geführt, nur die herausragenden Ergebnisse sind auch in der Vereins-Chronik aufgeführt.
Bis die gesamte Chronik vollständig hier erscheint kann das Original jederzeit bei Konrad Pfatrisch jun. eingesehen werden.
Vorwort
Schon von je her war die Bevölkerung von Sachsenkam jeglicher Art von sportlicher Betätigung zugetan. Dies geschah über viele Jahre im allgemeinen in einem freien, nicht organisierten Rahmen bis man sich schließlich auf die Initiative von Oskar Wacker hin dazu durchringen konnte, einen örtlichen Sportverein zu gründen.
Am 19. Mai 1966 trafen sich 57 sportinteressierte Personen im Gasthof Neuwirt zu Sachsenkam zur Gründungsversammlung des SV Sachsenkam.
Vor allem Oskar Wacker war es zu verdanken, dass die lang gehegte Idee, in Sachsenkam einen Sportverein zu gründen, dann auch tatsächlich in die Tat umgesetzt wurde. Erwartungsgemäß wählte die Versammlung dann auch Herrn Wacker zum Gründungsvorstand.
Die gesamte Gründungsvorstandschaft von 1966 setzte sich wie folgt zusammen:
| 1. Vorstand | Oskar Wacker |
|---|---|
| 2. Vorstand | Ferdinand Kröll jun. |
| Schriftführer | Horst Lachner |
| Kassier | Martin Lachner |
| Spartenleiter Fußball | Hans Söllner |
| Jugendleiter | Anton Oswald |
Die ersten Finanzmittel, die in die Vereinskasse flossen, waren 164 DM Aufnahmegebühren und 265 DM Spenden. Mit einem Kassenstand von 429 DM begann so der erfolgreiche Aufstieg des SPORTVEREIN SACHSENKAM.
1967
Am 25. Mai 1967 feierte der Verein sein 1-jähriges Gründungsfest mit einem Tanzabend auf der Moar Alm. Die erfreuliche Aufwärtsentwicklung des Sachsenkamer Vereinsneulings wurde nun auch von Seiten der Presse immer häufiger ein lebhaftes Interesse entgegengebracht.
Im Oktober 1967 verstarb zur großen Erschütterung aller Vereinsmitglieder der 1. Vorstand Oskar Wacker. Herr Wacker ist die Gründung des Vereins im wesentlichen zu verdanken. Bis zu seinem Tode war Herr Wacker unermüdlich für den Verein tätig gewesen. Mit großen zeitlichen und finanziellen Opfern war er maßgeblich an der stürmischen Aufwärtsentwicklung des Vereins in dieser Zeit beteiligt.
Am 14. November 1967 rief man eine außerordentliche Mitgliederversammlung zusammen, auf der Max Surauer als Nachfolger für den verstorbenen Oskar Wacker zum 1. Vorstand gewählt wurde.
Die neue Vereinsvorstandschaft, die bis 1970 unverändert die Geschicke des Vereins leiten sollte, setzte sich folgendermaßen zusammen:
| 1. Vorstand | Max Surauer |
|---|---|
| 2. Vorstand | Ferdinand Kröll jun. |
| Schriftführer | Erwin Brehm |
| Kassier | Ronald Fürstweger |
| Spartenleiter Fußball | Hans Söllner |
| Jugendleiter | Anton Oswald |
| Schülerleiter | Adolf Förg |
Bei dieser Versammlung wurde die Witwe von Oskar Wacker, Frau Eleonore Wacker, zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt. Die Weihnachtsfeier ließ das Jahr der Freuden und der Trauer zu aller Zufriedenheit ausklingen. Der Mitgliederstand zum Jahreswechsel betrug 104 Mitglieder.
1967 wurde das erste Meisterschaftsspiel ausgetragen. Gegen Fischbachau verlor man mit 1:3. Um so gefeierter war der erste Sieg am 3. September 1967 beim 5:2 gegen den Lokalrivalen Schaftlach. Trainer war Joseph Pöss.
1968
In diesem Jahr wollte der SV Sachsenkam in Verbindung mit dem Motorsportklub Bad Tölz erstmals eine größere Sportveranstaltung organisieren. Nach einigen Verschiebungen war es am 04. Februar 1968 dann endlich soweit. Das Eis - Rennen auf dem Kirchsee konnte starten.
Der Tölzer Lokalmatador Peter Knott gewann den Pokal der Gemeinde Sachsenkam, in den restlichen Rennen wurde Knott zweimal Zweiter. Zum sportlichen Erfolg gesellte sich leider kein finanzieller Gewinn. Bedingt durch die vielen Verschiebungen der Veranstaltung waren nur ca. 800 Zuschauer erschienen. So endete das Unternehmen "Kirchsee - Rennen" das eigentlich dem SV ein finanzielles Polster hätte einbringen sollen, mit einem Defizit von rund 1.500 DM.
Der aktuelle Mitgliederstand bei der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 1968 belief sich auf 149 Personen.
1969
Im Februar findet der 3. Riesentorlauf des SV in Gaißach am Reiser-Lift statt, den Andreas März für sich entscheiden kann. Der Mitgliederstand beträgt bis zum 10. April 1969 bereits 159 Personen.
Den ersten aus einer ganzen Reihe von Siegerpokalen errangen die Fußballer der ersten Mannschaft ganz überraschend bei einem Turnier in Ammerland. Nach Siegen über den TSV Schaftlach und die Mannschaft aus Egling blieb den restlichen Konkurrenten nur noch das Nachsehen.
Ansonsten war es eher ein ruhiges Jahr, aufgelockert durch den Sportlerball im Fasching und das turnusgemäß durchgeführte Seefest am Kirchsee. Wie jedes Jahr bildete die Weihnachtsfeier den krönenden Abschluss des Jahres.
1970
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung standen die Wahlen der Vorstandschaft im Mittelpunkt. Die neue Vorstandschaft setzt sich wie folgt zusammen:
| 1. Vorstand | Hans Sturm |
|---|---|
| 2. Vorstand | Adolf Förg |
| Schriftführer | Alfred Pfisterer |
| Kassier | Paul Wiedemann |
| Spartenleiter Fußball | Johann Schneil |
| Schülerleiter | Adolf Förg |
| Spartenleiter Ski | Andreas März |
1971
Der aktuelle Mitgliederstand betrug bei der Jahreshauptversammlung am 11. März 1971 134 zahlende Mitglieder.
Das Seefest war für den Verein und ganz besonders für die Vereinskasse ein großer Erfolg, der gerade im Bezug auf den anstehenden Bau des geplanten Sportheims und der Fertigstellung des neuen Sportplatzes an der Kirchstraße ungeheuer wichtig war.
1972
Die Jahreshauptversammlung am 15. April 1972 brachte einen neuen Mitgliederstand von 153 Personen. Laut Wahlprotokoll sah das Ergebnis der Neuwahlen wie folgt aus:
| 1. Vorstand | Adolf Förg |
|---|---|
| 2. Vorstand | Helmut Rührmair |
| Schriftführer | Josef Arlet |
| Kassier | Paul Wiedemann |
| Spartenleiter Fußball | Johann Schneil |
| Jugendleiter | Erich Frank |
| Schülerleiter | Josef Kollnberger |
| Spartenleiter Ski | Andreas März |
Lange schon hatte man im Stillen von der Errichtung eines Sportheims geträumt, um den vielen verschiedenen sportlichen Aktivitäten auch ein Dach über dem Kopf zu bieten. Man ging also festentschlossen zur Planung einer solchen Baulichkeit über. Die ersten Pläne wurden von Herrn Dipl. Ing. Erwin Kraft erstellt. Die zugehörigen statischen Berechnungen wurden von Herrn Reg. – Baumeister Kaspar Oberhuber angefertigt. So konnte der erste Plan bereits am 20. Juli 1972 fertiggestellt werden.
Bei einem Blitz – Pokalturnier in Warngau belegte die erste Mannschaft aus Sachsenkam ungeschlagen den ersten Platz! Bei diesem Turnier traten auch „Pflanzl“ Dieckmann und Aldo Iachellini als Torschützen in Erscheinung, die dem SV lange Jahre in Sportfreundschaft verbunden waren.
1973
In diesem Jahr betrug der Mitgliederstand 176 Personen. Wichtigster Punkt der Jahreshauptversammlung war eine Satzungsänderung, die es ermöglichen sollte, den Verein in das Vereinsregister eintragen lassen zu können.
Am 7. Mai 1973 erfolgte die endgültige Genehmigung der Baupläne für das neue Sportheim an der Kirchstraße. Im September konnte mit den Baumaßnahmen begonnen werden.
In der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 20. Oktober wurde der Eintrag ins Vereinsregister mit 89 Ja-Stimmen einstimmig beschlossen.
1974
Am 4. Januar 1974 konnte nach nur knapp viermonatiger Bauzeit das Richtfest des Sportheim – Neubaus gefeiert werden.
Erst im 7. Riesentorlauf des SVS konnte mit Trude Wiedemann die „erste“ Vereinsmeisterin gefeiert werden. Bei den Herren gewann Helmut Frank dieses Rennen am Reiserlift.
Bei den Neuwahlen der Vorstandschaft in diesem Jahr kam es zu folgendem Ergebnis:
| 1. Vorstand | Adolf Förg |
|---|---|
| 2. Vorstand | Helmut Rührmair |
| Schriftführer | Josef Arlet |
| Kassier | Paul Wiedemann |
| Spartenleiter Fußball | Johann Schneil |
| Jugendleiter | Anton Oswald |
| Schülerleiter | Josef Kollnberger |
| Spartenleiter Ski | Andreas März |
In diesem Jahr erfolgte die Gründung der Sparte Tischtennis. Zu Beginn war man noch auf private Räumlichkeiten angewiesen wie das Lettner Anwesen in Sachsenkam und den Saal der ehemaligen Gastwirtschaft Arche in Piesenkam. Dies war als Übergang bis zur Fertigstellung des neuen Sportheims gedacht. Zum Spartenleiter dieser neuen Disziplin wurde Alfred Pfisterer bestimmt.
1975
Das wichtigste Ereignis war die termingerechte Fertigstellung des Sportheimes rechtzeitig vor dem anstehenden 10-jährigen Gründungsjubiläum des Vereins das bereits durch seine Vorbereitungsmaßnahmen seine Schatten vorauswarf. So mussten an Sportheim und Sportplatz die letzten Baumaßnahmen getroffen werden (Bild des Sportheims in den Originalunterlagen).
Einen besonderen Erfolg konnte die Schülermannschaft verzeichnen, die zum ersten mal seit Gründung des Vereins am Ende der Saison 74/75 den Titel des Schülermeisters erringen konnte. Ein Erfolg dem jahrelanges, hartes Training vorangegangen war.
1976
Neben dem Riesentorlauf wurde heuer erstmals ein Vereinslanglauf durchgeführt, bei dem sich Isidor Baumgartner als erster Vereinsmeister feiern lassen konnte.
Die Jahreshauptversammlung am 12. März 1976 brachte viel neues mit sich. So beschloss man die Gründung der Sparte Judo und bestimmte Christoph Lettner als Übungs- und Spartenleiter dieser für den Verein völlig neuen Sportart.
Überraschend auch der neue Mitgliederstand von 255 Personen, der immerhin 35% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Im übrigen standen noch Neuwahlen in der Vorstandschaft an:
| 1. Vorstand | Adolf Förg |
|---|---|
| 2. Vorstand | Helmut Rührmair |
| Schriftführer | Josef Arlet |
| Kassier | Paul Wiedemann |
| Spartenleiter Fußball | Josef Kollnberger |
| Jugendleiter | Josef Kollnberger |
| Spartenleiter Ski | Andreas März |
Das wichtigste Ereignis des ganzen Jahres war das 10-jährige Gründungsjubiläum des Sportvereins mit der Einweihung des neuen Sportheims am 26./27. Juni 1976. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Ferdinand Kröll, der zu seinem 70. Geburtstag in diesem Jahr bereits zum zweiten Ehrenmitglied des Sportvereins ernannt worden ist. Erster Vorstand Adolf Förg konnte in seiner Ansprache unter anderem auch den Landrat Herrn Dr. Huber und Herrn Dr. Penzkofer vom BLSV begrüßen. Die meisten Dankesworte fand Adolf Förg jedenfalls für die vielen freiwilligen Helfer, die in unzähligen Arbeitsstunden zum Gelingen des Projektes beigetragen hatten. Vorbei waren nun endlich jene Zeiten, zu denen die Punktspiele auf einem holprigen Platz ausgetragen wurden und man sich nach dem Spiel im Freien mit kaltem Wasser aus Fässern notdürftig säuberte. Mit der Fertigstellung dieser Räumlichkeit für sportliche Zwecke ergaben sich immer mehr Möglichkeiten das Programm an Aktivitäten auszubauen. So wurde unter der Leitung von Christiane Demmel und Henriette Weber eine „Damengymnastik-Gruppe“ gebildet, die gleichzeitig die Reinigung des Sportheims übernahm und somit dem Verein eine Menge Geld einsparten.
Am 17. Oktober 1976 war dann für die Sachsenkamer Judokas ein großer Tag. Günther Neureuther, Silbermedaillengewinner von Montreal hielt das Samstagvormittagstraining im Sportheim ab.
1977
Am 7. Januar fand die erste Gürtelprüfung der Sparte Judo mit 60 Teilnehmern statt.
Den 10. Riesentorlauf konnten Werner Lindinger und Helga Lachner für sich entscheiden. Den 2. Vereinslanglauf gewannen Isidor Baumgartner und Elfriede Lindinger.
Am 17. Juni fand dann das erste Fußballturnier der Dorfvereine statt. Es nahmen die Mannschaften der Freiwilligen Feuerwehr, des Musik- und Männergesangsvereins, der Sportler, der Schnupfer und er Trachtler teil. Der von Helga Förg gestiftete Wanderpokal wurde zum ersten mal von der Freiwilligen Feuerwehr Sachsenkam gewonnen.
1978
Am 20. Januar riefen erstmalig die Judokas zur „Judo-Gunkl“ auf den Reutberg, gefolgt vom Sportlerball am 4. Februar.
In der Jahreshauptversammlung am 24. Februar wurde wie folgt abgestimmt:
| 1. Vorstand | Adolf Förg |
|---|---|
| 2. Vorstand | Helmut Rührmair |
| Schriftführer | Josef Arlet |
| Kassier | Paul Wiedemann |
| Spartenleiter Fußball | Josef Kollnberger |
| Jugendleiter | Max Gast (Piesenkam) |
| Tischtennis | Franz Demmel |
| Spartenleiter Ski | Andreas März |
| Spartenleiter Judo | Christoph Lettner |
Es wurden 367 Mitglieder bekanntgegeben.
1979
Im Januar wurde die 1. Vereinsmeisterschaft der Sparte Tischtennis durchgeführt. Den Wanderpokal hierzu stiftete Karl Slawik. Meister der Herren wurde Johann Kappelsberger und Meister der Schüler Josef Haberl jun.
Wie schon im vergangenen Jahr waren auch die Sachsenkamer Judomädchen äußerst erfolgreich. Im Februar errang Petra Reiter den Titel einer „Bayerischen Schülermeisterin“. Als Krönung wurde den Sachsenkamer Judokas dann noch der „Ehrenpreis Judo“ des Bayerischen Kultusministeriums verliehen.
Auf der Jahreshauptversammlung wurde die Gründung der neuen Sparte Tennis bekanntgegeben, zu deren Spartenleiter Erich Krätz bestimmt wurde. Die erste Vereinsmeisterschaft dieser Sparte wurde in Dietramszell ausgetragen und ganz souverän von Erich Krätz gewonnen.
1980
Die Neuwahlen bei der Jahreshauptversammlung brachten folgende Ergebnisse:
| 1. Vorstand | Adolf Förg |
|---|---|
| 2. Vorstand | Helmut Rührmair |
| Schriftführer | Josef Arlet |
| Kassier | Paul Wiedemann |
| Spartenleiter Fußball | Josef Kollnberger |
| Jugendleiter | Reinhold Huber |
| Spartenleiter Tennis | Erich Krätz |
| Tischtennis | Franz Demmel |
| Spartenleiter Ski | Andreas März |
| Spartenleiter Judo | Christoph Lettner |
Einen Tag nach dem traditionellen Sportlerball am 10. Februar war ein Gaudi-Fußballspiel zugunsten der „Aktion Sorgenkind“ angesagt worden, das Dank zahlreicher Beteiligung einen Reinerlös von immerhin 3.100 DM für die Behinderten einbrachte.
1981
Am 13. April war dann endlich der langersehnte Baubeginn des Sportheimanbaus, der dann auch sehr schnell konkrete Formen annahm.
Nach über 234 aufgebrachten freiwilligen Arbeitsstunden konnte der Sportheimanbau am 6. Juni fertiggestellt werden. Hieraus ist wieder einmal deutlich ersichtlich geworden, wie dringend der Verein seine freiwilligen Helfer benötigt und wie groß dementsprechend der dörfliche Zusammenhalt ist.
Bei der 3. Vereinsmeisterschaft der Sparte Tischtennis wurde zum ersten mal auch der Titel der Vereinsmeisterin vergeben, den sich wie zuvor schon in den beiden Skidisziplinen Helga Lachner sichern konnte.
1982
In der Jahreshauptversammlung am 18. Januar standen wieder einmal Neuwahlen der Vorstandschaft auf der Tagesordnung, deren Ergebnis wie folgt niedergeschrieben wurde:
1. Vorstand Adolf Förg
2. Vorstand Franz Weber
Öffentlichkeit Helmut Rührmair
Kassier Paul Wiedemann
1. Schriftführer Josef Arlet
2. Schriftführer Erwin Waidhauser
Spartenleiter Fußball Josef Mannhart
Jugendleiter Reinhold Huber
Tischtennis Franz Demmel
Spartenleiter Ski Andreas März
Spartenleiter Judo Gerhard Förg
Zum erstenmal in der Vereinsgeschichte gelang es der Reservemannschaft
1983
In der Jahreshauptversammlung am 18. Januar gab es wieder viel erfreuliches für den Verein. Ein aktueller Stand von 381 Mitgliedern zeugt von einer überdurchschnittlichen Aufbauarbeit. Geehrt wurde Emmi Lettner für ihre großen Erfolge im Judo, Oberbayerische Meisterin, 3. Bayerische Meisterin, 5. Süddeutsche Meisterin sowie ihre Qualifikation zum Länderkampf Bayern – Kroatien in Split. Bekanntgegeben wurde auch die Berufung von Kurt Rachel aus Rottach-Egern zum neuen Fußballtrainer als Nachfolger von Hans Rampf. Punktgleich mit Warngau lag die erste Mannschaft am Schluß der Saison 82/83 auf Platz zwei der C-Klasse Mitte. Das Entscheidungsspiel wurde durch einen kuriosen Weitschusstreffer mit 0:1 verloren.
1984
Die neue Vorstandschaft:
1.Vorstand Adolf Förg
2.Vorstand Franz Weber
Öffentlichkeit Helmut Rührmair
Kassier Paul Wiedemann
1.Schriftführer Josef Arlet
2.Schriftführer Erwin Waidhauser
Spartenleiter Fußball Josef Mannhart
Jugendleiter Reinhold Huber
Tischtennis Franz Demmel
Spartenleiter Judo Andreas März
Spartenleiter Ski Johann Pfatrisch
Zum zweitenmal wurde durch die Reservemannschaft des SVS der Meistertitel in der Saison 83/84 nach Sachsenkam geholt (Bild in den Originalunterlagen). Sanierung und Drainage des Sportplatzes sowie ein neuer Hallenboden wurden bei zahlreichen „Arbeitsdiensten“ in Angriff genommen.
1985
Den 18. Riesentorlauf am Zirkushang in Lenggries gewinnen Johann Pfatrisch und Daniela Widemann. Der Vereinslanglauf am 26. Januar mit 60 Teilnehmern zeigt das gleiche Endergebnis und bestätigt Johann Pfatrisch und Daniela Widemann auch als Gewinner der Kombinationswertung.
Die Vereinsmeisterschaft im Tischtennis am 2. März bringt die folgenden vier Meister hervor:
Haberl Andreas Gruppe A
Demmel Josef Gruppe B
Uli Rührmeier Jugend 14
Daniela Widemann weibl. 14
Erste Vereinsmeisterin der Sparte Tennis wird Margarete Bürkl. Beim Turnier der Sachsenkamer AH zeigen sich diese als schlechte Gastgeber und belegen wider Erwarten den ersten Platz (Bild in den Originalunterlagen).
Mit ihrem Trainer Kurt Rachel wurde die erste Mannschaft in diesem Jahr erster in der C-Klasse Mitte, allerdings wiedereinmal Punktgleich mit Warngau! Das Entscheidungsspiel um den direkten Aufstieg entschied Warngau am Fronleichnamstag 1985 in Schaftlach nach überlegen geführtem Spiel mit 4:0 für sich. Sachsenkam konnte nur noch über eine Aufstiegsrunde das Ziel der B-Klasse erreichen.
Im ersten Spiel dieser Aufstiegsrunde besiegte die Mannschaft dann den zweiten der Gruppe Süd, den ASV Miesbach mit 2:1 und konnte sich somit für das entscheidende Match gegen den TSV Königsdorf qualifizieren. Dieses mit Spannung erwartete Spiel fand am 16. Juni 1985 in Bad Tölz statt. 600 Zuschauer sahen eine erste Halbzeit mit zahlreichen Chancen auf beiden Seiten, jedoch mit leichten Vorteilen für Königsdorf. Kurz nach der Halbzeit erzielte Sepp Mannhart das 1:0 und von nun an bestimmte Sachsenkam das Spiel. Als dann 20 Minuten vor Schluß Georg Grünwalder mit dem Kopf das 2:0 gelang, war die Entscheidung in diesem Match gefallen. Nach vielen vergeblichen Anläufen schaffte es zum ersten mal eine Mannschaft des SV Sachsenkam in die B-Klasse Bad Tölz aufzusteigen. Auch für die Reserve-Mannschaft verlief die Saison erfolgreich. Sie wurden bereits zum dritten mal Meister der C-Klasse Mitte.
Regina Glas aus der Sparte Judo gelang die Qualifikation für den Länderkampf in Prag.
1986
In diesem Jahr blickt der Sportverein auf 20-jähriges Bestehen zurück. Die Vorstandswahlen bringen folgende Ergebnisse:
1. Vorstand Adolf Förg
2. Vorstand Franz Weber
Öffentlichkeit Helmut Rührmair / Hans Pfatrisch
Kassier Michael Hagleitner
Schriftführer Franz Bien
Spartenleiter Fußball Josef Mannhart
Jugendleiter Johann Messerer
Tischtennis Franz Demmel
Spartenleiter Ski Andreas März
Spartenleiter Judo Johann Pfatrisch
Damengymnastik Henny Weber / Christiane Demmel
Die Zahl der Mitglieder erhöhte sich auf 411, was Bürgermeister Max Gast in seiner Rede veranlasste darauf hinzuweisen, dass mehr als die Hälfte der Einwohner des Ortes beim Sportverein seien! Der SV Sachsenkam schlägt sich im ersten Jahr in der B-Klasse ganz hervorragend und belegt am Schluß der Saison in einem Feld von 16 Mannschaften den 7. Platz. Zu den Feierlichkeiten für das 20-jährige Bestehen wird eigens ein Festzelt hinter dem Sportheim aufgestellt. Viele freiwillige Helfer, die dafür teilweise ihren Urlaub Opfern, bauen diese Zelt auf. Am Freitag, den 13. Juni - es herrscht kräftiger Schnürlregen- wird von Schirmherr Bürgermeister Max Gast mit dem Anstich des ersten Fasses Reutberger-Festbieres und dem traditionellen „O´zapft is“ der Festbetrieb mit der Wackersberger Blaskapelle eröffnet. Am Samstag stellt zunächst der Fußballnachwuchs sein können unter Beweis. Danach zeigen die „älteren Herren“ bei ihrem Sieg gegen die Gäste aus Kärnten, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Der Abend mit Festreden wird von der Blaskapelle Sachsenkam umrahmt. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist der Sonntag. Pfarrer Bichlmeier zelebriert bei inzwischen schönsten Wetter auf dem Sportplatz einen Festgottesdienst, der vom Sachsenkamer Männerchor und Hans Söllner mit seiner Zither umrahmt wird. Beim Frühschoppen im Zelt zeigen die Judokas ihr können. Nachmittags spielt die Reserve gegen eine Auswahl aus der Umgebung (0:4) und die 1. Mannschft erreicht ein 2:2 gegen eine Auswahl aus dem Isarwinkel.